Kurzgeschichten


Barfuß über´s Stoppelfeld

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Barfuss über´s Stoppelfeld.

Kaltohmfeld, September 1943.

Mit der Kinder-Land-Verschickung war ich nach Ostern 1940 aus Berlin gekommen.  Und nun bin ich schon fast vier Jahre hier auf dem Bauernhof in Kaltohmfeld im Eichsfeld. Liebevoll hatte mich die Familie Setzepfand  aufgenommen. Ich wurde ihr Junge und Kaltohmfeld mein neues Zuhause. Berlin war bald vergessen. Meine Pflegeeltern nannte ich von Anfang an Onkel Erich und Tante Lina.

Heute ist der erste September und Mitte der Woche. Der Tag zeigt sich im Ohmgebirge wettermäßig  noch einmal von seiner besten Seite. Es ist schwül und gewittrig, genau wie vor vier Jahren, als mit dem Polenfeldzug der Krieg begann.

Ich sitze barfuss im Grass unterhalb der Martin Luther Linde und sehe den  Schwalben nach. Sie  fliegen recht tief und ich bewundere sie,  wie sie  über die Wiesen und  abgeernteten Feldern segeln. Noch niedriger aber fliegen sie über der Wasseroberfläche des Dorfteiches. Dort   sammeln sie die ins Wasser gefallenen Insekten und schießen dann wieder in ihrer eleganten Leichtigkeit hoch hinaus in den Himmel.

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Die Viertelstunde von eins bis vier.

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Mein erstes Schiff als Steuermann.

Die Viertelstunde: „Von eins bis vier.“

Eine Leseprobe aus meinem Buch: “Abenteuer See”,  – Spannende Kapitänsgeschichten – , erschienen im Steffen Verlag Friedland, 128 Seiten, 33 Abbildungen, Broschur, ISBN 978-3-940101-99-0,    9,95 Euro.    www.steffen-verlag.de

Die Seefahrtschule war Geschichte. Drei Semester hatte ich gebüffelt. Das Ticket war der Lohn. Jetzt konnte ich loslegen. Die Zeichen für einen Job in der Seeschifffahrt standen gut. Schon bei der  ersten Anfrage  in Cuxhaven  wurde ich vermittelt und bekam meinen ersten  Job als Steuermann. “Welches Fahrtgebiet?“ fragte ich wie früher in meiner Matrosenzeit, als ich zwischen Fernost, Staaten oder Karibik wählen konnte. „Nord-Ostssee“, sagte mir das Fräulein von der Vermittlungsstelle recht nüchtern.

„Bei einer Reederei aus dem Kehdinger Land. Hier die Telefonnummer, fragen Sie, wann und wo Sie einsteigen können.“ „Danke“, sagte ich nur. So richtig  zufrieden war ich nicht. Ich hatte mehr Bewunderung in der Stimme der Dame erwartet.    Doch neugierig auf den Job als Schiffsoffizier rief  ich  bei meinem zukünftigen Brötchengeber an. Der brubbelte nur  was von: „Ich melde mich, Sie werden abgeholt.“ Auch von diesem Gespräch war ich enttäuscht, ein paar persönlichere Worte hätten mir gut getan. …Kompletten Artikel lesen

Der besondere Käfig

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Eine Fabel,

von Harry Banaszak

Der Wind fegte welkes Laub über die Straße. In Berlin. Und dort, neben einem Gully, hockten drei  Spatzen. Sehr hungrig. Denn nichts fand sich zu picken, rein gar nichts.

Der älteste Spatz klagte: „Seht, zwar reiten die Menschen gummibeschlagene Pferdestärken, doch, was nützt das? sie hinterlassen nur blauen Dunst. Und davon können wir nicht leben“.

„Auch auf das Taubenfutter ist kein Verlass“ piepste der Jüngste „es könnte vergiftet sein“. …Kompletten Artikel lesen

Von Seejungfrauen, Knoblauchpillen und Rheumasalbe.

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 Von Seejungfrauen, Knoblauchpillen und Rheumasalbe.

  Alt werden, dabei gesund und beweglich bleiben. Das ist der Traum aller Menschen! Und, obwohl ich nicht mehr zu den Jüngsten zähle,  brauche ich keinen Gehstock, keine Stütze.  Vielleicht wirkten bei mir, altem Seemann, die frische Seeluft Wunder, vielleicht auch nur der Traum von den kleinen Seejungfrauen, dazu  die Knoblauchpillen? …Kompletten Artikel lesen

“Das Weihnachtsgeschenk”

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                                   Das Weihnachtsgeschenk

             Eine Geschichte, die auch in die  Eurozeit passt.

Ich erinnere mich an Tante Berta. Es war noch die  Zeit, als wir mit der D-Mark bezahlten. Und es war Weihnachten.

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Durch den Magen geht die Liebe

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Durch den Magen geht die Liebe!

 

 

Von Harry Banaszak

 

Frieda gab sich nun schon seit Wochen die allergrößte Mühe, ihrem Bernd die Mahlzeiten so schmackhaft wie nur möglich  zu zubereiten; doch es gelang ihr nicht. Auch heute saß er wieder am Tisch und stocherte lustlos in seinem Essen herum. Dabei hatte sie das Rezept aus dem Kochbuch seiner Mutter, der Seligen, und alles mit guter Butter abgeschmeckt. Und dennoch, Bernd maulte still vor sich hin. …Kompletten Artikel lesen

Die andere Mentalität

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